Polyvagaltheorie und Autismus

Wir legen unserer neurodiversen Betrachtung und Begleitung von Autismus die Polyvagaltheorie nach Steven Porges zugrunde.
Sie besagt, dass jede Behandlung und Begleitung auf der Basis von Signalen von Sicherheit stattfindet. Nur wenn sich ein Mensch im Kontakt sicher fühlt, kann er in Beziehung treten und sich auf einen (therapeutischen) Begleitungsprozess einlassen. Dieser Prozess wird über das Nervensystem eines jeden Meschen gesteuert und ist evolutionär angelegt.

Viele Menschen aus dem Autismus Spektrum weisen ein übererregtes Nervensystem auf, das es ihnen nicht mehr möglich macht, sich selbst zu regulieren und angemessen sozial zu interagieren.
An dieser Stelle knüpfen wir an, indem wir durch das Schaffen von Sicherheit zu einer Regulationsfähigkeit des Nervensystems beitragen. Der Mensch kann sich aus diesem Gefühl heraus innerlich und äußerlich neu ausrichten und neue Handlungsalternativen entwickeln, die wiederum zu mehr Lebensqualität beitragen und eine authentische Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen. 



Hierbei geht es nicht darum, den Menschen in seinem Verhalten an ein äußerlich bestehendes System anzupassen, sondern ihn darin zu begleiten, wieder Gestalter* seines individuellen Lebens zu werden.
In all unseren therapeutischen und pädagogischen Angeboten steht das Schaffen des Gefühls von Sicherheit an erster Stelle. Erst wenn ein Mensch wieder Zugang zu dem Gefühl von Sicherheit spüren kann, ist ein vertiefender Begleitungsprozess möglich. Hierfür nehmen wir uns die Zeit, die jeder Mensch individuell benötigt.
Wir nutzen unsere innere Haltung, die Authentizität und Zugewandtheit ausstrahlt genauso wie die Räumlichkeiten unseres Fachzentrums. Sie vermitteln Ruhe und die Einladung zum Ankommen.



Wir laden Sie ein, uns in Ruhe kennenzulernen.

Jeder Mensch und jeder Weg ist einzigartig. Wir freuen uns auf Sie.

Adelheid Löhrer

Siegfried Höchst